Immer mehr Eltern wünschen sich für ihr Kind einen Aufenthalt in einem Waldkindergarten; viele herkömmliche Kindergärten bieten Waldwochen und Waldtage an. Was ist anders an diesem neuen Konzept eines Kindergartens? Kann ein Waldkindergarten überhaupt den Bildungsauftrag eines Kindergartens, gerade in der Zeit nach der PISA-Studie erfüllen?
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Sie können ihn außerdem im Carl Link Verlag erhalten.
Bereits vor 10 Jahren legte die Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro eine Leitlinie für die Kulturen der Welt fest. Als wichtiger Bestandteil wurde die Umweltbildung als unabdingbare Voraussetzung zur Schaffung eines ökologischen und ethischen Bewusstseins herausgestellt. Wirtschaftliche Entwicklung sollte nicht mehr gegen, sondern mit der Natur verwirklicht werden. Ganzheitliche und nachhaltige Bildung wurde als zukunftsfähige Bildung erkannt: Lernen im Zusammenhang, Lernen wie die Natur es uns vormacht.
Die Waldkinder forschen gemeinsam, setzen ihre natürlichen Fähigkeiten zur Kooperation und ihre Kreativität ein, lernen spielerisch, aber selbstständig an exemplarischen, naturnahen Beispielen. Sie lernen, in natürlichen Zusammenhängen zu denken und zu handeln. Dies ist die beste Voraussetzung für den weiteren zunächst schulischen Bildungsweg, der hoffentlich rasch vom Gesetzgeber zugunsten einer nachhaltigen Bildungspolitik geändert werden wird.
Ute Düning
Literatur:
Ayres, Jean: Bausteine der kindlichen Entwicklung. Die Bedeutung der Integration der Sinne für die Entwicklung des Kindes. Springer-Verlag, Berlin -Heidelberg 1984
Cornell, J.B.: Mit Kindern die Natur erleben. Pittenhard 1984
Natur & kosmos, Ausgabe Februar 2002, Seiten 24 -31: Von der Natur lernen
- ein Projekt über den spielerischen Umgang mit Zahlen.
Der Zahlenraum wird zum Zahlenland, in dem die Zahlen, der Zahlenkobold und die Zahlenfee wohnen, die Zahlen werden spielerisch in den Kindergartenalltag integriert und die Kinder erleben, dass „Mathematik“ viel Spaß macht.
Lernen und Spielen schließen einander nicht aus und wesentliche Weichenstellungen der Schulkarriere werden schon im Vorschulalter entschieden. Wenn Kinder bei Schuleintritt im Bereich Mathematik (ähnlich wie im Bereich Sprachen) nicht über Vorläuferfähigkeiten verfügen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Rechenschwäche entwickelt, sehr groß. Oft gilt der Satz: Förderung schlägt Intelligenz!
Vorläuferfähigkeiten im Bereich der Mathematik sind: Simultanerfassen, Vorläufer-Nachfolger-Fähigkeiten, Ziffernbilder erkennen, Zahlen zerlegen, geometrische Grundformen kennen und erkennen.
Das Buch ist genau auf das Entwicklungsstadium der Kindergartenkinder konzipiert, bietet für die Waldkindergärten leicht zu adaptierende Spiele, Abzählreime, Lieder uvm. Mit Liederheft und CD.
Gerhard Friedrich/ Viola de Galgóczy:
Komm mit ins Zahlenland. Christopherus-Verlag Freiburg, 2. Aufl. 2004
ISBN 3-419-53033-1, € 19,95
(aus Rundbrief 1-2006)
Geschafft!
Der Waldkindergarten „Die Laubfrösche“ in Hückelhoven hat das drei Jahre dauernde Comenius-Sokrates Projekt, ein Bildungsprojekt der EU, abgeschlossen. Zusammen mit der AWO Kita Ratheim, dem 7. Kindergarten
in Naoussa, Griechenland und dem Kindergarten Dr. I. Ratiu in Turda, Rumänien waren dieses 3 Jahre des intensiven Kennenlernens, Verstehens und der Zusammenarbeit im Sinne der Kernidee des Comenius Projektes, die das Zusammenwachsen der europäischen Länder fördern will.
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Hirnforscher beweisen: Erkenntnis macht Lust, Lernen ist sexy. Nur in der Schule ist die Neurodidaktik noch nicht angekommen
Lernen ist wie Sex. Sagt die Hirnforschung. Aber das glaubt natürlich keiner. Lernen gilt als saure Pflicht, öde und nervtötend. Dabei könnte nichts weiter von der Wirklichkeit entfernt sein: Erstens ist der Trieb nach Erkenntnis mit dem Sexualtrieb durchaus vergleichbar, woraus zweitens folgt, dass Lernen sexy ist, was drittens erklärt, warum unser Gehirn nichts lieber tut als eben das: lernen.
Von Ulrich Schnabel
Lernen Spezial
Am 28. September 2006 fand in Bergisch-Gladbach eine große Fachtagung anlässlich des 10-jährigen Bestehens der ersten drei nordrhein-westfälischen Kindergärten statt.
Als Abschlussvortrag am Nachmittag sprach Herr Dr. Rainer Strätz vom Sozialpädagogischen Institut in Köln zur Umsetzung der Bildungsvereinbarung im Waldkindergarten, an dessen Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Sein Fazit nach 10 Jahren Erfahrungen mit Waldkindergärten: In der Umgebung des Waldes können die Kinder die Grundlagen für den weiteren Bildungsweg problemlos legen: u.a. Selbstbewußtsein, Eigenständigkeit, Ausschöpfen der eigenen Entwicklungspotentiale und vielfältige Möglichkeiten der schöpferischen Verarbeitung. Auch die Bildungsbereiche, die Dr. Strätz zusätzlich explizit formulierte - Musik und Werteerziehung -, sind Alltag im Waldkindergarten. Als besondere Domäne der Waldkindergärten betonte Dr. Strätz u.a. den alltäglichen Umgang mit Komplexität und die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten, die der Wald bietet.
Eine Tagungsdokumentation ist in Arbeit.
akl
11. September 2010 11:00
Umweltzentrum Düsseldorf, Merowingerstr. 88
Nach 22. Jahren wieder im Ruhrgebiet ...
29. September - 3. Oktober
26. und 27. November 2010 - Jugendherberge Ratingen
FORTBILDUNG: Reflexion in Action Methodischer und didaktischer Transfer von Erster Handerfahrungen hinein ins Langzeitgedächtnis, Fortbildung mit Anders Szczepanski, Schweden
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