
In dieser Doktorarbeit untersuchte Dr. Häfner auf einer einmalig breiten Datenbasis die Erfahrungen, die Grundschullehrer mit Kindern aus Waldkindergärten gemacht haben. Sein Fazit, daß den größten Gewinn aus einer Waldkindergartenzeit ausgerechnet die Mädchen ziehen, die dadurch in der Schule ein besonderes Maß an Selbstvertrauen und Lernbereitschaft an den Tag legen, ist eines der überraschenden Resultate seiner Arbeit.
Dr. Häfner, Universität Heidelberg, Fachbereich Verhaltens- und empirische Kommunikationswissenschaft.

Mancher neu gegründete Waldkindergarten stellt anhand der Anmeldezahlen fest, daß Eltern offenbar Jungen eher zutrauen, im Wald zurechtzukommen. Das kann zu einer "Schieflage" in der Gruppenzusammensetzung führen.
Abhilfe ist möglich, wenn in den folgenden Monaten und Jahren bei Neuaufnahmen darauf geachtet wird, daß Mädchen den Vorrang bekommen, bis das Verhältnis ausgeglichen ist.
Hilfreich kann auch sein, in den Pressemeldungen für die Neubesetzung von Kindergartenplätzen gezielt darauf hinzuweisen, daß Mädchen gesucht werden - mancher fühlt sich dann ermutigt, sein Töchterchen anzumelden. Ein Schnuppertag im Wald kann letzte Zweifel beseitigen.
Im Lauf der Zeit wird sich herumsprechen, daß es keine geschlechtsspezifischen Erschwernisse im Wald gibt, was sich langfristig in der Nachfrage widerspiegeln wird.
Immerhin profitieren lt. obenstehender Studie von Dr. Peter Häfner aus dem Jahr 2002 ("Natur- und Waldkindergärten in Deutschland") Mädchen am meisten vom Aufenthalt im Waldkindergarten!
(ir)
11. September 2010 11:00
Umweltzentrum Düsseldorf, Merowingerstr. 88
26. und 27. November 2010 - Jugendherberge Ratingen
FORTBILDUNG: Reflexion in Action Methodischer und didaktischer Transfer von Erster Handerfahrungen hinein ins Langzeitgedächtnis, Fortbildung mit Anders Szczepanski, Schweden
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