Waldkindergärten wurden gerade deshalb konzipiert, weil den Eltern und ErzieherInnen die Gesundheit der Kinder am Herzen liegt, sie u.a. deshalb in den Wald gehen und die Regeln auf jeden Fall beachten. Deshalb finden sich in den Konzepten in der Regel entsprechende Aussagen.
Wenn die LJÄ aller 16 Bundesländer mittlerweile über 250 Waldkindergärten und Waldgruppen im Ganzjahresbetrieb genehmigt haben, zeigt dies, dass der Ganzjahresbetrieb, sofern die üblichen Regeln eingehalten werden, gesundheitlich auch völlig unbedenklich ist. Andernfalls hätte den Kigä schon "von Amts wegen" die Zulassung entzogen werden müssen. Diese Überlegung korrespondiert mit den praktischen Erfahrungen aus 10 Jahren Waldkindergarten in Deutschland. Diese Erfahrungen zeigen, dass der Ganzjahresbetrieb gesundheitlich nicht nur unbedenklich ist, sondern die Konstitution und die Gesundheit der Kinder in besonderem Maße fördert. Das ist auch fachlich im allgemeinen unbestritten.
Natürlich ist es im Winter kalt und man muss einige Dinge beachten. Angemessene Kleidung (und Wechselsachen), ausreichend Bewegung, und die Kinder müssen trocken bleiben. Jeder einzelne Waldkindergarten kann bestätigen, dass es unter Einhaltung dieser Regeln ein Leichtes ist, die Kälte zu bewältigen.
Im übrigen: In Schweden sind 15 bis 20 % aller Kindergärten Waldkindergärten mit Ganzjahresbetrieb! Das wäre sicherlich nicht so, wenn gesundheitliche Risiken mit dieser Betriebsform verbunden wären. Wobei man nicht vergessen darf: Schweden hat weitaus unwirtlichere Klimaverhältnisse als wir hier.
Wer mehr über Gesundheit im Wald wissen will, kann sich unter www.lpal.slu.se/personal/patrikg.html (deutsche Übersetzung) informieren.
(akl)
11. September 2010 11:00
Umweltzentrum Düsseldorf, Merowingerstr. 88
26. und 27. November 2010 - Jugendherberge Ratingen
FORTBILDUNG: Reflexion in Action Methodischer und didaktischer Transfer von Erster Handerfahrungen hinein ins Langzeitgedächtnis, Fortbildung mit Anders Szczepanski, Schweden
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