Noch Fragen...?


Frage: Fehlende Anerkennung als Kindergarten


Unser Waldkindergarten (2 Gruppen) hat noch keine Anerkennung als Kindergarten, nur als Spielgruppe. Wer kennt das Problem?

 

Antwort:

Ein Beispiel: Die Waldwichtel in Löhne sind 1998 als Spielgruppe gestartet und dementsprechend finanziell von der Stadt unterstützt worden. Nachdem klar war, dass noch Kindergartenplätze in Löhne fehlten und die Stadt an dem Konzept des Wakiga interessiert war, hat der Jugendhilfeausschuss (JHA) beschlossen, einen Antrag an den Landschaftsverband zu stellen, um die Finanzierung nach dem Gesetz über Tageseinrichtungen für Kinder (GTK) zu erhalten. Das war auch gut so, denn die finanzielle Seite ist so gesichert.

Es empfiehlt sich, mit dem Jugendamt zu sprechen, ob noch Bedarf an Kindergärtenplätzen ist, und die Vorzüge des Wakiga darzustellen, und dann im JHA (Jugendhilfeausschuss) einen Antrag auf Anerkennung nach GTK zu stellen, der dann hoffentlich angenommen wird (kann lange dauern und ist viel Arbeit!).

 


Frage: Kein Bedarf für einen Waldkindergarten?


Nach einem Telefongespräch mit unserem örtlichen Jugendamt stellt sich heraus, dass zwar diesen Sommer noch Mangel an Kiga-Plätzen herrscht, dies aber im nächsten Jahr mit dem Bau eines neuen Kigas behoben werden soll. Bedeutet das jetzt das Aus für einen Wakiga?

 

Antwort:

Zunächst sollten Sie versuchen, die Aussage des Jugendamtes zu überprüfen. Z.B. kann man sich über einen örtlichen Wohlfahrtsverband (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Caritas, Diakonie, AWO usw.) die aktuellen Zahlen der Kindergarten-Bedarfsplanung besorgen, falls es sie gibt. Ob der Bedarf mit dem Neubau gedeckt ist, lässt sich dann eher absehen. Geplante Neubaugebiete mit zu erwartenden Familienzuzügen usw. spielen da auch eine Rolle. Die Fachberater der Wohlfahrtsverbände können da weiterhelfen. Wenn bereits die Mitgliedschaft in einem der Dachverbände beantragt wurde, kann man dort nachfragen!

Außerdem geht es aber bei einem Waldkindergarten um eine besondere pädagogische Richtung, die nicht nur am "nackten" rechnerischen Bedarf festgemacht werden kann. Sogar im "Spiegel" gab es zu dem Thema, ob Waldkindergärten die Anforderungen, die nach PISA erhoben werden sollten, erfüllen, eine wenn auch kurze, so doch lobende Erwähnung zu lesen. Das Konzept ist ein Pfund, mit dem man wuchern sollte: Soziale Kompetenz, sprachliche Bildung, spielerisches Lernen in der Gruppe, das Begreifen ökologischer Zusammenhänge usw.

 

 

 


Frage: Einziges Mädchen in der Gruppe


Unsere Tochter ist seit Gründung das einzige Mädchen im Kindergarten. Woran kann es liegen, dass keine Mädchen angemeldet werden?

 

Antwort:

Manche Waldkindergärten haben feststellen müssen, dass Eltern offenbar Jungen eher zutrauen, im Wald klarzukommen, und müssen mit einer Unterzahl an Mädchen starten. In den folgenden Monaten und Jahren kann man allerdings bei Neuaufnahmen darauf achten, dass Mädchen den Vorrang bekommen, bis das Verhältnis ausgeglichen ist. Inzwischen wird es sich herumsprechen, dass es keine geschlechtsspezifischen Erschwernisse im Wald gibt, dann sollte es eigentlich kein Problem mehr sein, die Gruppen ausgewogen zu halten.

Es ist übrigens auch möglich, in kleinen Pressemeldungen für die Neubesetzung von Kindergartenplätzen gezielt darauf hinzuweisen, dass Mädchen gesucht werden - mancher fühlt sich dann ermutigt, sein Töchterchen anzumelden. Ein Schnuppertag im Wald kann letzte Zweifel beseitigen.

 


Frage: Schaumbildung bei Regen an Bäumen


Schon oft konnten wir bei Regen beobachten dass sich auf und unter den Baumstämmen Schaum bildet wenn es regnet.

Gemeinsam mit den Kindern überlegten wir was das wohl sein könnte, kamen aber auf keine plausible Erklärung.

Wer kann uns bei der Klärung dieser Frage helfen?

 

Antwort:

Eine Biologin, die auch Waldgruppen betreut, hatte folgende Lösung: Auf der Rinde der Bäumen wachsen Moose und Flechten. Wenn es regnet, prallen die Tropfen auf diese Pflanzen und lösen pflanzliches Eiweiß ab. Dieses Pflanzeneiweiß wird, wie Eischnee, durch die Bewegung schaumig geschlagen.