Besonders seit der Diskussion um sogenannte "Kampfhunde" - wie weit der Name berechtigt ist, sei dahingestellt - haben sich die Besorgnisse der Eltern um freilaufende Hunde im Wald erhöht, wenn es dort einen Waldkindergarten gibt. Um einen Einblick in die Gefühlslage und die praktische Bedeutung zu geben, sei hier ein Auszug aus unserem Forum veröffentlicht:
Frage:
"...Die Frage war nach der Sicherheit der Kinder in einem Waldstück, wo auch Hundebesitzer ihre Hunde frei laufen lassen, auch Kampfhunde. Nun muß ich sagen, daß wir mit unseren Kindern auch in diesem Waldstück unterwegs waren und nur nette Hundebesitzer getroffen haben. Das ist mir nur aufgefallen, weil die Besitzer ihre Hunde sofort zu sich gerufen haben, sobald wir mit den Kindern näher kamen. Sie haben die Hunde dann auch festgehalten, da man es unseren Kindern deutlich ansah, daß sie vor größeren Hunden Angst haben. Aber zu einer anderen Zeit mag das natürlich anders aussehen.
Also: Wie sieht die Begegnung von Hundebesitzern, Hunden und Kindern in der Praxis aus?"
Antwort:
"Wir im Waldkindergarten Düsseldorf haben bisher noch wenig schlechte und noch keine gefährlichen Erlebnisse mit Hunden oder deren Besitzer gehabt. Nach einer Zeit kennt man auch die Leute, die immer im Wald sind, und kann sie nach einigen "freundlichen smalltalks" auch freundlich auf nicht so erwünschtes Verhalten hinweisen. Bei jedem Kontakt mit Hunden und Kindern nehmen wir den Kindern zwar die Angst, üben und erklären aber gleichzeitig das richtige Verhalten gegenüber Hunden (nicht wegrennen, fremde Hunde nicht streicheln, nicht laut schreien etc.). Ich denke, dass dadurch das "Risiko" auf ein Mindestmaß reduziert wird.
Beim Frühstück rufen unsere Kinder immer sofort "BROTDOSEN ZU", sobald ein Hund gesichtet wird. Das ist nützlich, wenn man sein Frühstück selber essen möchte."
Weitere Antwort:
"In der Zeit, in der meine Tochter in den Waldkindergarten in Löhne gegangen ist, ist es zu keiner "gefährlichen" Begegnung mit Hunden und deren Besitzern gekommen, obwohl die Gohfelder Tannen ein beliebtes Naherholungsziel sind.
Wenn jedoch erkennbar freilaufende Hunde ohne Besitzerbegleitung im Wald sind, sollte man sich nicht scheuen und den Tierschutzverein anrufen, um die Hunde einfangen zu lassen. Einerseits zu deren eigenen Schutz (können ja auch mal überfahren werden ö.ä.), andererseits handelt der Besitzer des Hundes fahrlässig, wenn er den Hund ohne Aufsicht herumlaufen läßt. Diesen Tip haben wir übrigens von Mitarbeitern des hiesigen Tierschutzvereines erhalten!"
Durch eine Kontaktaufnahme zum örtlichen Tierheim oder anderen hundeerfahrenen Einrichtungen kann den ErzieherInnen auch mancher Verhaltenshinweis gegeben werden, wie sie im Zweifels- oder Notfall reagieren sollten.
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